FDP für Lückenschluss an der „Bauernweide“

von Steffen Langenberg, 13. Oktober 2016

 Die Verwaltung stellte am Montag im Stadtplanungsausschuss ihre neue Planungen für die Bebauung Bauernweide West in Neugraben vor. Südlich der Straße „Alte Weiden“ im Anschluss an die vorhandene Bebauung entlang der „Bauernweide“ und dann entlang des Scheideholzweges bis zur Weidenkehre soll bebaut werden. Allerdings befinden sich nur die Flächen entlang der „Bauernweide“ in städtischem Besitz. Hier sollen 70 Wohnungen in zwei Wohnblöcken entstehen, im Norden dreigeschossig, im Süden fünfgeschossig. Durch die Baumaßnahme entfallen die heute dort befindlichen öffentlichen Parkplätze.

Dementsprechend wurde auch massive Kritik geäußert. Als Kompensation für die entfallenen Parkplätze wurden welche ausgewiesen in Bereichen, die heute schon Parkplätze sind, z. B. im „Süderelbering“ oder hinter der Bücherhalle/AWO. Außerdem schlug die Verwaltung vor, auf der Südseite an der Kreuzung „Neugrabener Bahnhofstraße“ und „Scheideholzweg“ die gerade erstellte Grünfläche mit den Bänken in Parkplätze zu wandeln. Die noch fehlenden Plätze sollten dann von Kaufland zur Verfügung gestellt werden.

Der Baumaßnahme würde auch der Spielplatz zum Opfer fallen. Ein neuer ist auf dem in Privatbesitz befindlichen Teil der Bebauungsfläche vorgesehen. Ob überhaupt, und wenn doch, wann hier gebaut wird, stehe überhaupt nicht fest, sodass auf lange Sicht kein Spielplatz vorhanden wäre.

Ob, und wann ja, wo und wie viele Stellplätze es für die neuen Wohnungen gebe, sei nicht bekannt, da es keine Nachweispflicht mehr für Stellplätze gebe, sagte die Verwaltung.

Auch die Geschosszahl war umstritten. So schien Ralf-Dieter Fischer von der CDU erstaunlicherweise eher weniger Geschosse zu wollen, obwohl die CDU gerade neue Bebauungspläne für den Bereich „Süderelbering“ hin zur „Neugrabener Bahnhofstraße“ gefordert hatte, um hier höheres Bauen zu ermöglichen.

„Die FDP Süderelbe sieht die Maßnahme vom Prinzip her positiv“, meinte ihr Vorsitzender Steffen Langenberg. Allerdings müssten die Kritikpunkte zufriedenstellend ausgeräumt werden. Bei der Geschosszahl plädierte Langenberg eher für insgesamt fünf Geschosse, da in der Nachbarschaft, wie an der „Weidenkehre“ oder am „Süderelbering“, schon ähnlich hohe Gebäude vorhanden seien.