Unnötig hohe Grunderwerbssteuer durch Bauträgerbindung im Fischbeker Heidbrook

von Günter Rosenberger, 17. Oktober 2016

 

 

Auf der Projektveranstaltung der IBA zum Baugebiet „Fischbeker Heidbrook“ am 12.Oktober 2016 wurde gefragt, ob es richtig sei, dass bei der Grundsteuerberechnung der Wert des Grundstückes und des später zu bauenden Hauses angesetzt werde. Dies musste Frau Pein, Geschäftsführerin der IBA, mit ja beantworten.

 

Ein vereinfachtes Beispiel dazu:

 

Grundstückswert = 100.000 EUR

Wert des Hauses: = 200.000 EUR

Zusammen: = 300.000 EUR.

 

Bei dem in Hamburg gültigen Steuersatz von 4,5% ergibt sich eine Grunderwerbssteuer von 13.500 EUR.

 

Der baupolitische Sprecher der FDP Süderelbe, Günter Rosenberger, und sein Vorstandskollege Ralf Kempgen, hatten schon vor drei Jahren zum ersten Entwurf des Baugebietes gefordert, dass die zukünftigen Bauherren das Grundstück ohne Bauträgerbindung erwerben können, um dann später ihr Wunschhaus zu planen bzw. planen zu lassen oder von einem Bauträger zu kaufen. Der Kauf des Grundstückes wäre ohne Bindung eines Hauses erfolgt. Die Grunderwerbssteuer läge dann nur bei 4.500 EUR (Beispiel oben). Die erhöhte Grunderwerbssteuer nur für das Haus von 9.000 EUR würde entfallen.

 

Rosenberger und Kempgen halten das von der IBA bzw. vom Senat praktizierte Verfahren für eine unnötige Belastung der Bauherren angesichts der mittlerweile ohnehin horrenden Kosten für den Grunderwerb in Hamburg und fordern, alle Grundstücke der IBA ohne Bauträgerbindung zu vermarkten. Bei einer Reform der Grunderwerbsteuer auf Bund-Länderebene sollte aus Sicht der FDP Süderelbe ausschließlich der Grundstückswert als Bemessungsgrundlage herangezogen werden, um die Ungleichbehandlung der Bauherren bzw. Hauskäufer zu beenden