Beim Verkehr in Neuenfelde muss etwas passieren

von Steffen Langenberg, 18.März 2016

 
von links: Dr. Wiland Schinnenburg, Peter G. Bartels, Steffen Langenberg

Neuenfelde. Am Dienstagabend trafen sich Einwohner mit FDP-Kommunalpolitikern und Dr. Wieland Schinnenburg, dem verkehrspolitischen Sprecher der FDP-Bürgerschaftsfraktion, um über die Infrastruktur in Neuenfelde zu sprechen im Gasthaus „Zur alten Eiche“ in Neuenfelde.

Zur Begrüßung umriss der FDP-Vorsitzende in Süderelbe, Steffen Langenberg, die Situation mit den Worten: „Schwerlast- und der Durchgangsverkehr haben Neuenfelde für sich entdeckt, der öffentliche Nahverkehr noch nicht, obwohl sich eine Buslinie von Neu Wulmstorf über Neuenfelde nach Finkenwerden anbietet.“

Peter G. Bartels, der FDP-Stadtteilsprecher für Neuenfelde, zählte dann eine ganze Reihe von Missständen auf: Probleme mit Schwer- und Großraumtransporten auf der Finkenwerder Umgehungsstraße, katastrophale Ampelschaltung an der neuen Ampel bei Airbus, kaum Buslinien in Neuenfelde und dann auch noch recht seltener Verkehr, häufige Probleme der Fähre Cranz - Blankenese, Schwerlastverkehr zu Airbus und in den Hafen durch Neuenfelde, bei der geplanten A 26 keine Anschluss-Stelle auf Hamburger Gebiet, sodass der Durchgangsverkehr von der A 26 auch nach der Fertigstellung weiter von der Anschluss-Stelle Rübke durch Neufelde fahren werde. „So kann es in Neuenfelde nicht weiter gehen - es muss endlich was passieren“, so Bartels.

Dr. Schinnenburg stellte die Probleme mit der Ampel bei Airbus als symptomatisch für die Verkehrspolitik im Hamburg dar: „Wir brauchen Ampelanlage, die vorausschauend den Verkehr steuern. Dadurch würden mehrere tausend Tonnen CO2 jährlich eingespart und der volkswirtschaftliche Gewinn würde einige Millionen Euro betragen.“ Typisch sei auch, dass bisherige Dorfstraßen einfach zu Vorrangstraßen erklärt würden, ohne dass eine bauliche Ertüchtigung stattfände. Positiv sei, dass für die rund 550 km Vorrangstraße bei Baumaßnahmen diese bei einer Koordinierungsstelle angemeldet werden müssten. Doch dann schlüge das Chaos wieder zu: Baustellen auf den übrigen 3500 km Straßen blieben unberücksichtigt und die Koordinierung erfolge nicht mithilfe moderner Computerprogramme, sondern nach Erfahrung.

Herr Ewald Reick von Airbus erklärte, dass auch Airbus großes Interesse an einer Verbesserung der Verkehrssituation habe. So würde versucht, mehr Transporte mit dem Schiff zu machen, aber dieser Weg sei teurer und es gebe Problemen in Bützfleth. Aber auch für den Straßenverkehr sei man um Lösungen bemüht. Auch er beklagte die schlechte Anbindung, sodass die Mitarbeiter Schwierigkeiten hätten, zur Arbeit zu kommen bzw. wieder nachhause.

Die Zuhörer bemängelten neben den genannten Verkehrsproblemen auch den schlechten Zustand bzw. das Fehlen von Radwegen. Da sich eine Dauerbelastung abzeichne, wurde die Idee der schon lange geplanten Fluchtstraße wieder in Gespräch gebracht.

Zum Abschluss forderte Dr. Schinnenburg ein Verkehrskonzept für Neuenfelde, aber auch für ganz Hamburg, damit endlich fundiert geplant und gehandelt werden könne.