FDP für Ausbau der Radwege

von Steffen Langenberg, 31 juli 2016 

Der Vorstand der FDP Süderelbe hat sich bei seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause auch mit Radwegen und der Vereinbarung „Bündnis für den Radverkehr“ befasst. Die Intention der Vereinbarung, die Stärkung des Radverkehrs, wurde begrüßt. „Das Brimborium mit der Vereinbarung und den Unterschriften war reine Schau, es hätte gereicht, die notwendigen Mittel zur Verfügung zu stellen und konkrete Ziele vorzugeben“, meinte der Vorsitzende Steffen Langenberg. Durch die Vereinbarung sollte nur von dem eher dünnen Inhalt und den wenigen Geldmitteln abgelenkt werden.

So wurde auch kritisiert, dass die so genannten „Velorouten“ Vorrang bekämen. Diese seien für Berufspendler gedacht, die schnell zu ihren Arbeitsplätzen und wieder nachhause wollten, auch bei schlechtem Wetter und im Winter. Dafür sei in Süderelbe einzig die Veloroute 10 vorgesehen, die von Neu Wulmstorf über Harburg und Wilhelmsburg nach Hamburg verlaufe. Ob für die Strecke ein großer Bedarf bestünde oder erzeugt werden könne, wurde stark bezweifelt. „Aber von Harburg nach Neu Wulmstorf ist die Strecke eigentlich fertig: der Radweg an der Cuxhavener Straße“, meinte Langenberg. Es wären nur wenige Optimierungen an den größeren Kreuzungen notwendig. Allerdings verlaufe die ursprüngliche Planung unverständlicherweise ab Hausbruch über viele Nebenstraßen mit einer zickzack-artigen Streckenführung. „Ein Unding“, fand Langenberg. „Wie soll man bei einer so winkeligen Wegführung zügig vorankommen und wie soll hier der Winterdienst gewährleistet werden?“ Zum Glück sei bei der neuesten Planung der Hausbrucher Teil weitgehend an die Cuxhavener Straße verlegt worden. Jetzt solle eine Unterquerung der S-Bahn durch den Fußgängertunnel am Bahnhof Neuwiedenthal erfolgen. „Ob das sinnvoll ist?“, zweifelte Langenberg. Die FDP plädiere dafür, die Veloroute insgesamt entlang der Cuxhavener Straße zu führen.

Auf Zustimmung stieß der Vorschlag, einen Radweg von Neugraben / Hausbruch nach Finkenwerder auszubauen. Aber weder die Strecke über die Francoper Straße - hier gibt es keinen Radweg und wird es wohl auch nie einen geben, noch über die Waltershofer Straße (zu weit und schwierige Streckenführung in Waltershof) fanden die Zustimmung der FDP. „Wir wünschen uns einen Ausbau über Moorburger Hinterdeich und Moorburger Alter Deich nach Moorburg und dann auf dem Moorburger Elbdeich bis zum Gutsbrack, von dort zur Finkenwerder Ortsumgehung und weiter nach Finkenwerder zum Anleger.“ Dies sei eine landschaftlich schöne Strecke. Nach entsprechendem Ausbau wäre diese Route auch für Pendler interessant, die dann mit der Fähre weiter nach Altona oder über Landungsbrücken in die Innenstadt fahren könnten.

„Wenn das Wetter mitspielt, will die FDP im September zu einer Befahrung dieser Strecke einladen“, kündigte Langenberg an.