Lebensqualität in Süderelbe erhalten

Eine weitere Verschlechterung des Wohnumfeldes und Verbrauch von Freiflächen stellen keine Perspektive für den Süderelberaum dar. Dementsprechend darf es keine weiteren Belastungen durch Verkehr, Hafenerweiterung, Industrie und Gewerbeflächen geben. Gewerbeflächen sind allenfalls noch für Kleinbetriebe zur Nahversorgung zu genehmigen. Der Wohnungsbau muss sich auf eine maßvolle Verdichtung durch mehr Geschosse beschränken, insbesondere in der Nähe von S-Bahnhaltepunkten. Weitere Flächen als die zurzeit genehmigten Bebauungspläne würden den Charakter von Süderelbe und damit die noch vorhandene, wenn auch schon eingeschränkte, Erholungs-, Wohn- und Lebensqualität zerstören.

Vielmehr müssen die Freiräume bewahrt werden. Dafür sind Konzepte und Pläne zu erstellen. Besonders die Naturschutzgebiete, aber auch die Landschaftsschutzgebiete, müssen weiterentwickelt werden. Dafür müssen Aufträge erteilte werden.

Der Süderelberaum war ein ländlich geprägtes Randgebiet von Hamburg. Dieser Charakter ist bis heute geblieben. Erkennbar ist es an den erhaltenen alten Dorfkernen von Fischbek und Neugraben, auch wenn hier kaum noch Landwirtschaft betrieben wird, und in den Elbdörfern mit ihrem Obstanbau. Diese zur eigentlichen Stadt Hamburg gegensätzliche Struktur macht den Reiz und die Lebensqualität in Hamburg aus und muss erhalten werden.