FDP Süderelbe will Bindung an Haustypen in Fischbek-Reethen verhindern

von Steffen Langenberg, 8. November 2016

 

Bei einem Treffen der liberalen Bezirksabgeordneten Carsten Schuster und Victoria Pawlowski mit dem Vorsitzenden der FDP Süderelbe, Steffen Langenberg, wurde die Präsentation des Gewinnerentwurfs für das Neubaugebiet Fischbeker Reethen im Stadtplanungsausschuss Anfang Oktober besprochen. „Aus der Präsentation durch die Verwaltung wurde mir nicht deutlich, warum dieser Entwurf gewonnen hat“, kritisierte Langenberg den Verwaltungsvortrag. Er sei verwundert, dass es hier üblich sei, nicht die Gutachter bzw. Planer einzuladen.

Nach Auffassung der Verwaltung steht trotz Ende des Wettbewerbs für Fischbeker Reethen noch nichts fest: die Höhe und Geschossigkeit sei nur andeutungsweise festgelegt, die Wasserfläche als zentrales Landschaftselement sei so zu aufwändig, die Verkehrserschließung müsse noch genauer überdacht werden, die Anbindung an den Bahnhof Fischbek sei nur grob vorgeplant, die Lage der Ein-und Zweifamilienhäuser ausschließlich im Süden sei nur ein Vorschlag.

„Für die endgültigen Festlegungen im Bebauungsplan bleibt noch viel zu tun“, meinte Langenberg. Sorgen bereitete allen die geäußerten Vorwürfe an dem Verhalten und Vorgehen der IBA, wenn diese zuträfen. Die IBA müsse besser kontrolliert werden, forderte Langenberg. Insbesondere die Beschränkungen auf vorgegebene Häuser und damit verbunden die erhöhten Grunderwerbsteuern in den Baugebieten Vogelkamp und Heidbrook stießen auf Kritik. „Diese Gängelung der Bauwilligen ist unnötig und unerträglich, die Ergebnisse sind nicht überzeugend“, sagte Langenberg. Der Gestaltungsbeirat gehöre dann abgeschafft, eine zusätzliche Besetzung aus der Politik löse die Probleme nicht, sie verschaffe nur einigen mehr Macht. Für das Baugebiet Reethen sollte so eine Bindung verhindert werden.

Es wurde vereinbart, möglichst eine Veranstaltung zu den Planungen von Reethen durchzuführen, um die Diskussion zu dem Baugebiet zu vertiefen.